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Online-Vortrag: Die Andromeda Galaxie, unser größter nächster Nachbar

Sie ist in klaren, dunklen Nächten mit dem bloßen Auge als verschwommener, schwacher Lichtfleck im Sternbild Andromeda (daher der Name) zu sehen. Sie ist eine Spiralgalaxie, unserer Milchstraße ähnlich und bereits mit Amateurausrüstung gelingen beeindruckende Bilder.

Andromeda ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und fliegt mit ca. 400.000 km/h auf uns zu, in ca. 3 – 4 Mrd. Jahren wird es zur Kollision/Durchdringung kommen.

Die Bedeutung dieser Galaxie bei der Aufdeckung wichtiger astronomischer Fragen, ihre Struktur und Zusammensetzung sind Gegenstand des Vortrages von Herbert Graß (M/PH) vom Astronomieverein Humboldt Bayreuth am Freitag, 18. November 2022 um 19.30.

Zudem gibt es Hinweise, was man aktuell bei klarem Himmel selbst beobachten kann.

Jeder ist herzlich eingeladen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

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Herbert Graß lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Thema: Die Andromeda Galaxie
Uhrzeit: 18.Nov. 2022 07:20 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien

Zoom-Meeting beitreten

https://uni-bayreuth.zoom.us/j/69909357796?pwd=R29TeExVV0pBRnB4Y1dlVGN1VklwQT09

Meeting-ID: 699 0935 7796
Kenncode: 287284

Wenn Sie dem Verein beitreten möchten, können Sie hier das entsprechende Formular herunterladen: Beitrittsformular. Dieses bitte ausgefüllt an die im Antrag angegebene Adresse senden.

Weitere Informationen zum Verein finden Sie hier.

Unsere Nachbarn im Universum, die nähere Umgebung der Milchstraße 
In der Umgebung der Milchstraße befindet sich eine Vielzahl von weiteren Galaxien, dazu gehören z.B. die große und kleine Magellan´sche Wolke, die Triangulum Galaxie, ca. 70 Zwerggalaxien, die größte benachbarte Galaxie ist Andromeda.
Andromeda ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt und fliegt mit ca. 400.000 km/h auf uns zu, in ca. 3 – 4 Mrd. Jahren wird es zur Kollision/Durchdringung kommen.

Meteorite: Segen und Gefahren der Steine aus dem Weltall
Jeden Tag stürzen viele Gesteinsbrocken aus dem Weltall auf die Erde. Die weitaus meisten davon verglühen als Sternschnuppen in der Atmosphäre. Etwas größere schaffen es jedoch, diese zu durchqueren, und schlagen als Meteorite auf unserer Oberfläche ein. Für die Wissenschaft sind sie eine wertvolle Quelle, um die ursprüngliche Zusammensetzung unseres Sonnensystems zu untersuchen. Einige Meteoritenjäger sind daher weltweit auf der gezielten Suche nach solchen Brocken. Wie kann Meteorite finden und erkennen?Besonders große Objekte sind selten, können uns aber sehr gefährlich werden. Sie zerstören eine Region, bilden Einschlagskrater und können sogar das Leben auf der Erde gravierend verändern, wie vermutlich auch das Aussterben der Dinosaurier zeigt. Wie kann man sie rechtzeitig vorher entdecken und einen Einschlag verhindern?

Das galaktische Zentrum mit dem schwarzem Loch​
Das galaktische Zentrum GZ, 27.000 Lichtjahre entfernt, ist das Massezentrum der Milchstraße. Von der Erde aus gesehen liegt es im Sternbild Schütze, wo das sichtbare Band der Milchstraße am dichtesten erscheint. Es stellt den Mittelpunkt der Rotation aller in unserem Milchstraßensystem vorhandenen Körper dar und kann als solches indirekt erschlossen werden. Das Galaktische Zentrum selbst ist hinter dunklen „Staubwolken“ der interstellaren Materie verborgen. Im sichtbaren Licht kann es daher nicht beobachtet werden. Mit langwelligerer Strahlung (Infrarot und Radiowellen) sowie im harten Röntgenbereich sind jedoch Beobachtungen möglich, da diese Wellen Staub wesentlich besser durchdringen.

Von Eis bis heiß: Eine Reise zu den faszinierenden Monden unseres Sonnensystems
Nicht nur unsere Erde hat ihren Mond, die meisten Planeten unseres Sonnensystems werden sogar von mehreren Monden umrundet. Durch Teleskope, vor allem aber durch Raumsonden wissen wir heute, wie unterschiedlich sie nicht nur in Bahn, Größe und Form, sondern vor allem auch in ihrem Aussehen sind. Manche Monde zeigen keine Stein-, sondern eine Eislandschaft, Geysire sind aktiv oder aus Vulkanen strömt Lava.

Mal heller, mal dunkler: veränderliche Sterne
Unsere Sterne am Himmel erscheinen uns zwar unterschiedlich hell, aber jeder von ihnen leuchtet beständig. So sind wir es gewohnt. Umso größer war die Aufregung nicht nur bei Astronomen, sondern auch in der Öffentlichkeit, als im Winter 2019/20 ein sehr heller Stern im Orion sich überraschend verdunkelte. Bei vielen anderen Sternen ändert sich die Helligkeit auch, aber mehr oder weniger regelmäßig. Jeder kann das bei einigen von ihnen sogar mit bloßem Auge oder Fernglas selbst verfolgen. Welche Arten von veränderlichen Sternen gibt es, warum ändern sie ihre Helligkeit und wie beobachtet man diesen Wechsel?

Die Struktur unserer Milchstraße
Es ist schwierig die Struktur unserer Milchstraße zu erforschen, da wir uns ja selbst in der Scheibe befinden und nicht von außen draufschauen können. Durch Staub wird außerdem die optische Beobachtung stark beeinträchtigt. Lange Zeit dachte man die Milchstraße ist ähnlich wie Andromeda eine reine Scheibengalaxie, Messungen des Spitzer Weltraumteleskops im Infraroten haben aber ergeben, dass wir eine Balkenspiralgalaxie sind.

Die Milchstraße – unsere Heimat im Universum
In Sommernächten kann man das milchige Band unserer Galaxie besonders gut beobachten, dann steigt es fast senkrecht aus den Sternbildern Skorpion und Schütze am südlichen Himmel empor. 1609 erkannte Galileo dass die Milchstraße aus tausenden von Sternen besteht, 1785 entdeckte Herrschel die Scheibenform, 1919 gelang es Shapely einigermaßen die Größe zu berechnen, 1925 wies Hubble schließlich nach, dass wir nur eine Galaxie unter vielen sind.

Die Entstehung des Sonnensystems – warum es uns gibt
Vor ca. 4,6 Milliarden Jahren entstand in einer riesigen Wolke aus Gas und Staub unser Sonnensystem. Die Abläufe bei der Entstehung können inzwischen durch Forschungen an Kometen, Asteroiden, Meteoriten, dem Mondgestein etc. einigermaßen nachvollzogen werden. Außerdem hat man inzwischen an die 700 Systeme mit 2 – 8 Planeten entdeckt, Planetensysteme bei Sternen werden heute als ganz normale, häufige Erscheinung betrachtet. Die Erkenntnisse aus diesen bekannten Planetensystemen helfen unsere Entwicklungsgeschichte zu verstehen. Was sich dabei aber herausgestellt hat ist, dass unser Sonnensystem die große Ausnahme in der Milchstraße ist, bisher wurde nichts Vergleichbares gefunden.

Jagd nach neuen Planeten
Seit der Erfindung des Fernrohrs sucht man nach weiteren Planeten, die mit bloßem Auge am Himmel nicht zu sehen sind. Über Jahrhunderte war man dabei auf unser eigenes Sonnensystem beschränkt. Erst in jüngerer Zeit ist es gelungen, auch Planeten nachzuweisen, die um andere, von uns weit entfernte Sterne kreisen.

Der Stern von Bethlehem – biblischer Mythos oder astronomische Erscheinung?
Am Freitag, den 10. Dezember 2021, um 19:30 Uhr, widmet sich AvH-Vorsitzender Professor Dr. Dieter Brüggemann in seinem Vortrag „Der Stern von Bethlehem“ der alten Frage: Gab es ihn wirklich? Und, wenn ja, um was handelte es sich aus astronomischer Sicht? Was weiß man heute darüber?

Erstmals öffentliche Sternwarten-Führung am 12. November Nachdem wir unsere Bayreuther Volkssternwarte technisch aufgerüstet haben und es die Corona-Regelungen endlich erlauben, wollen wir jeden Monat eine Astro-Führung für die Öffentlichkeit anbieten.

Wie immer hängt das Programm etwas vom Wetter ab: Es gibt aber in jedem Fall einen Vortrag von Herbert Graß über „Jupiter und Saturn“, den beiden größten Planeten unseres Sonnensystems. Zudem werden die Sternwarte und – bei klarem Himmel – diese Planeten und weitere Attraktionen am Sternenhimmel gezeigt.

Vortrag im August: Die Tränen des Laurentius
Wer in diesen Tagen spät abends oder nachts in den Himmel schaut, hat gute Chancen, Sternschnuppen zu sehen. Besonders viele davon fallen in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Der Volksmund nennt sie auch Laurentius-Tränen, die Astronomen sprechen vom Meteorstrom der Perseiden.